Hier haben wir Ihnen die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Ablauf eines Vorgangs zusammengestellt.

1. Warum muss ich mein Gerät einsenden und bekomme ich ein Leihgerät?

Ihr Gerät muss sowohl technisch wie auch wirtschaftlich geprüft werden. Dies dient dazu festzustellen, wie groß der Schaden an Ihrem Gerät ist, was den Schaden verursacht hat, welche Reparaturmöglichkeiten bestehen und ob diese wirtschaftlich durchzuführen sind.

Bei Fällen der Privaten Haftpflichtversicherung besteht kein Recht auf eine Bereitstellung oder Kostenübernahme für ein Leihgerät durch die zuständige Versicherung oder die E.Via Schadenmanagement GmbH.

Die Versicherungen behalten sich vor, geltend gemachte Ansprüche durch unabhängige Unternehmen wie E.Via prüfen zu lassen. Eine ungeprüfte Regulierung seitens der Versicherung findet nicht statt. Ferner behält sich die Versicherung vor, geltend gemachte Ansprüche abzulehnen, wenn eine Prüfung des Schadenfalles durch unbegründete Weigerung verhindert oder stark erschwert wird.

Die aktuelle Rechtslage empfindet die Einsendung zur Prüfung für einen überschaubaren Zeitraum als zumutbar.

Wurden Sie aufgefordert Ihr Gerät zur Prüfung einzusenden, ist eine vor Ort Prüfung nicht wirtschaftlich und nicht vorgesehen und wir bitten Sie, dass Gerät gemäß unserem Anschreiben einzusenden.

Für die Inanspruchnahme einer Ausnahmeregelung muss eine schriftliche Anfrage gestellt werden. Nutzen Sie hierfür gerne unser Kontaktformular

Ausnahmen können sein:

  • Logistischer Aufwand Das Gerät ist aufgrund seiner Größe und/oder seines hohen Gewichts (größer 31,5Kg) nicht durch die DHL transportabel. Bitte beachten Sie hierbei, dass dies im Falle von TV-Geräten erst ab einer Bilddiagonale von größer 65“ zutrifft!
  • Medizinische Notwendigkeit Aus medizinischen Gründen ist eine ständige Verfügbarkeit des Gerätes unabdinglich. Dies bitten wir durch entsprechende Unterlagen zu Belegen.

Bitte beachten Sie: Die berufliche Nutzung von Geräten als Grundlage für eine nicht Einsendung ist unzulässig! Sofern Ihre berufliche Tätigkeit die Verfügbarkeit eines Gerätes erfordert, so obliegt es Ihrem Arbeitgeber im Rahmen der „Pflicht zur Bereitstellung von Arbeitsmitteln“ ein Ersatzgerät zur Verfügung zu stellen. Sind Sie selbstständig tätig oder haben Sie eine eigenverantwortliche Regelung mit Ihrem Arbeitgeber getroffen, fällt dies natürlich auf Sie selbst zurück.

Für die Einsendung des Gerätes gibt es keinen festgelegten Zeitraum. Gerne können Sie mit der Einsendung warten, bis Sie sich ein Ersatzgerät organisieren konnten.

Beachten Sie bei der weiteren Nutzung von beschädigten Geräten die Schadenminderungspflicht (Schadenminderungsobliegenheiten). Es obliegt dem Geschädigten den Schaden so gering wie möglich zu halten. Bei einem Verstoß kann es zu Kürzungen des Anspruchs kommen.

Sollte sich eine Einsendung der beschädigten Sache um mehr als 2 Wochen nach Erhalt des Anschreibens verzögern, so bitten wir Sie um eine kurze Nachricht dies bezüglich. Nutzen Sie bitte auch hierfür unser Kontaktformular.

2. Muss ich den Fragebogen ausfüllen?

Haben Sie mit unserem Anschreiben einen Fragebogen zur Geräteeinsendung erhalten bitten wir Sie, diesen vollständig auszufüllen.

Uns ist bewusst, dass Sie in manchen Fällen bereits Angaben gegenüber der Versicherung gemacht haben. Allerdings sind die gestellten Fragen nicht bei allen Versicherungen identisch. Die auf unserem Fragebogen gestellten Fragen sind grundlegend für die Prüfung und werden für eine sachgerechte und faire Prüfung benötigt. Weiter befinden sich darauf Fragen, die über die weitere Vorgehensweise und den Werdegang Ihres Gerätes entscheiden. Diese Fragen können nur Sie als Eigentümer/in beantworten und mit Ihrer Unterschrift bestätigen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nicht, oder unvollständig ausgefüllte Fragebögen zu erheblichen Verzögerungen in der Bearbeitung führen, da wir fehlende Informationen erneut schriftlich von Ihnen abfordern.

Um Ihnen die Beantwortung der Fragen und die Einsendung des Gerätes so leicht und komfortabel wie möglich zu machen, steht der Fragebogen mit anschließender, kostenfreier Abholungsbeauftragung an Ihrem Wunschort auch Online zur Verfügung. Zur Nutzung dieses Onlineportals haben wir Ihnen einen Zugangscode auf dem Anschreiben vermerkt.

Das Onlineportal finden Sie hier.

Achtung! Haben Sie mit unserem Anschreiben keinen zusätzlichen Fragebogen erhalten, so liegen uns die benötigten Informationen bereits vor. Folgen Sie in diesem Fall bitte den im Anschreiben beschriebenen Schritten. Vielen Dank.

3. Wie kann ich mein Gerät einschicken und wer trägt die Kosten?

Die Einsendung Ihres Gerätes haben wir für Sie so komfortabel wie möglich geregelt.

Zur Prüfung und Bewertung benötigen wir das beschädigte Gerät, den ausgefüllten Anspruchstellerfragebogen und einen Anschaffungsbeleg in Kopie, sofern dieser der Versicherung noch nicht vorliegt. Sollte sich das Gerät zum Schadenzeitpunkt in einer Schutzhülle befunden haben, so schicken Sie diese bitte mit ein.

Ihre SIM- oder Speicherkarte, sowie das Ladekabel Ihres Smartphones /Tablets benötigen wir nicht.

Bei Foto- und Filmkameras jeglicher Art benötigen wir den Akku und das Ladekabel.

Für den Versand rufen Sie nun bitte folgende Internetseite auf: www.e-via.eu/versand (geben Sie die Adresse bitte direkt in die Adresszeile Ihres Browsers und NICHT bei Google ein!)

Geben Sie bitte Ihre Adresse als Versender, bzw. den Ort der Abholung, Ihre Schadennummer und eine gültige E-Mail-Adresse an.

Als letzten Punkt können Sie wählen ob Ihr Gerät von der DHL abgeholt werden soll, oder ob Sie einen Versandschein per Email erhalten möchten. Im zweiten Fall müssen Sie den Versandschein nur noch auf Ihr Paket kleben und dieses bei der Post abgeben. Beide Verfahren sind für Sie kostenlos und der Versand ist versichert.

Sollten Sie einen eigenen Versandweg nutzen wollen, so steht Ihnen dies frei. Bitte beachten Sie hierbei, dass unfreie Sendungen aus organisatorischen Gründen nicht angenommen werden können. Weiter kann eine Übernahme der Versandkosten durch die Versicherung nur im Rahmen der Verhältnismäßigkeit stattfinden und erfordert eine vorherige Anmeldung.

In Einzelfällen können Geräte auch persönlich in unserem Haus abgegeben werden. Dies erfordert jedoch aus organisatorischen Gründen eine vorherige Terminabsprache. Bitte nutzen Sie hierfür unser Kontaktformular.

4. Was kann ich tun damit es schnell geht?

Senden Sie Ihr Gerät nach Erhalt des Fragebogens möglichst schnell ein.

Beachten Sie dass Geräte ohne beiliegenden Fragebogen nicht bearbeitet werden, bis dieser eingetroffen ist.

Achten Sie auch darauf den Fragebogen vollständig auszufüllen, fehlende Informationen werden wir schriftlich abfordern, was wiederum zu weiteren Verzögerungen führt.

Beachten Sie, dass auch ein Eigentumsnachweis unbedingt erforderlich ist. Als Eigentumsnachweis reichen auch ein Lieferschein oder ein anderes Dokument, auf welchem sich Ihr Name und die Seriennummer des Gerätes befinden.

Beachten Sie, dass bei Apple Geräten der Diebstahlschutz (meine iPhone-Suche) in der iCloud deaktiviert werden muss. Ist dieser Schutz aktiv, kann Ihr Gerät von uns nicht zum AppleCare Service angemeldet werden.

5. Was passiert bei der Prüfung?

Wir werden Ihr Gerät nach den oben genannten Punkten prüfen. Als Ergebnis dieser Prüfung wird entweder ein Prüfbericht erzeugt und an die Versicherung übermittelt, oder Ihr Gerät wird an die Reparaturwerkstätten weitergeleitet.

Sollte eine Reparatur wirtschaftlich, jedoch nicht von Ihnen gewünscht sein, so wird das Gerät nach der Prüfung umgehend an Sie zurückgesendet. Die Versicherung wird sich dann zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen erläutern.

6. Wie lange dauert die Prüfung?

Die Prüfung Ihres Gerätes dauert in der Regel 5 bis 7 Arbeitstage gemäß unseren Öffnungszeiten. In Spitzenzeiten kann die Bearbeitungszeit schwanken.

7. Wie und wo wird eine Reparatur durchgeführt?

Reparaturen werden nur durch die Hersteller selbst, oder deren zertifizierte Partner durchgeführt. Dementsprechend werden alle Reparaturen nach Herstellervorgaben ausgeführt. Eventuelle Garantieansprüche werden dadurch nicht berührt.

8. Wie lange dauert eine Reparatur?

Durchschnittlich dauern die Reparaturen bei den beauftragten Fachwerkstätten zwischen 6 und 9 Arbeitstage, gemäß den jeweiligen Öffnungszeiten. Die Reparaturzeiten können jedoch, je nach Auslastung und Verfügbarkeit von Ersatzteilen, variieren. Bitte beachten Sie, dass unser Unternehmen keinerlei Einfluss auf die Bearbeitungszeit der einzelnen Werkstätten hat.

Sollten uns Informationen zu Verzögerungen oder Problemen bei der Reparatur Ihres Gerätes vorliegen, werden wir diese umgehend an Sie weiterleiten.

9. Werden meine Daten gelöscht?

Im Zuge der Prüfung in unserem Haus werden keine Daten von Ihrem Gerät gelöscht. Sollte Ihr Gerät jedoch durch eine Herstellerwerkstatt ausgetauscht oder repariert werden, kann dies zum Verlust der Daten führen.

Wünschen Sie dies nicht, so beantworten Sie die Frage nach einer Reparatur, auf unserem Anspruchstellerfragebogen, mit „Nein“. In diesem Fall wird das Gerät nicht zur Reparatur weitergeleitet.

Beachten Sie hierbei bitte den Punkt „Was passiert mit Datenträgern?“ in unseren FAQ.

Wichtig: Für die Sicherung Ihrer persönlichen Daten sind Sie ausschließlich selbst verantwortlich. In den meisten Fällen ist eine Wiederherstellung von im Schadenfall verlorenen Daten nicht Bestandteil der Versicherungsleistung.

10. Was passiert mit Datenträgern?

Handel es sich bei dem von Ihnen eingesendeten Gerät um ein Gerät mit nicht fest verbautem Datenträger, so wird dieser zum Schutz Ihrer persönlichen Daten aus dem Gerät entfernt.

Datenträger werden in gesonderten Schutzeinrichtungen bis zu 6 Monate unabhängig vom Gerät eingelagert, um Ihnen die Möglichkeit zu geben Ihre persönlichen Daten zurückzuerhalten. Nach Ablauf dieser Lagerfrist werden Datenträger ebenfalls unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten vernichtet. Ein Entsorgungsnachweis kann bei Bedarf ausgestellt werden. Eine Wiederherstellung ist dann nicht mehr möglich.

Sollten Sie einen Rücktransport Ihres beschädigten Gerätes bei der Versicherung anmelden, oder dies vorab auf dem Fragebogen zur Geräteeinsendung angegeben haben, so werden die entfernten Datenträger Ihrem Gerät beigelegt und zum Schutz vor Datenverlust nicht wiedereingesetzt. Auf Wunsch können die Datenträger vor dem Versand wieder eingebaut werden. Dies geschieht jedoch auf Risiko des Eigentümers. Hierzu bitten wir Sie dies auf dem Anspruchstellerfragebogen zu vermerken, oder uns schriftlich darüber zu informieren.

11. Was passiert mit meinem Gerät, wenn es nicht reparabel ist?

Stellt sich bei der Prüfung heraus, dass Ihr Gerät nicht wirtschaftlich reparabel ist, also die Reparaturkosten den aktuellen Wert Ihres Gerätes überschreiten, so wird die Versicherung Ihnen den Wert in Form von Geld erstatten.

In manchen Fällen wird Ihnen direkt auf unserem Fragebogen zur Geräteeinsendung die Frage gestellt, ob Sie das Gerät auch bei einem wirtschaftlichen Totalschaden zurückerhalten möchten. Beantworten Sie diese Frage mit JA, so wird das Gerät nach der Prüfung umgehend an Sie versendet. Hierzu beachten Sie bitte den Punkt Restwerte. Wenn Sie diese Frage mit NEIN beantworten, wird Ihr Gerät nach einer Lagerfrist von 5 Arbeitstagen unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten vernichtet. Wird Ihnen diese Frage nicht gestellt, so wird Ihr Gerät bei einem wirtschaftlichen Totalschaden automatisch für 3 Monate eingelagert und danach unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten vernichtet.

In diesem Zeitraum ist es möglich, Ihr Gerät von der Versicherung zurückzufordern. Bitte beachten Sie, dass wir nicht berechtigt sind, Geräte ohne Zustimmung der Versicherung herauszugeben.

Restwerte: In manchen Fällen sind Einzelteile von Geräten noch verwertbar, auch wenn das Gerät als Ganzes defekt ist. In solchen Fällen kann es sein, dass wir einen Restwert ansetzten. Sollten Sie das Gerät nun zurückfordern, zieht die Versicherung den Restwert vom auszuzahlenden Zeitwert ab.

12. Wie ist der Status meiner Einsendung und bekomme ich eine Rückmeldung?

Sobald Ihr Gerät in unserem Haus, mit allen notwendigen Unterlagen und Informationen, eingegangen ist, wird das Gerät dem Prüfkreislauf hinzugefügt.

Die Prüfung Ihres Gerätes beansprucht ca. 5-7 Arbeitstage gemäß unseren Öffnungszeiten. Nach erstmaliger Nutzung unserer automatischen Statusabfrage erhalten Sie bei jedem Statuswechsel des Auftrags eine Benachrichtigung von unserem System. Sobald der Auftrag abgeschlossen ist, werden alle relevanten Informationen an die Versicherung weitergeleitet.

Ab diesem Zeitpunkt übernimmt die Versicherung die weitere Bearbeitung und es erfolgen keine weiteren Benachrichtigungen unsererseits. Die Versicherung wird sich nach Abschluss des Auftrages zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus rechtlichen Gründen keine Auskünfte über das Ergebnis der Prüfung geben können. Das Ergebnis teilen wir ausschließlich dem Auftraggeber, also der jeweiligen Versicherung, mit.

Sollten Sie Anmerkungen oder Änderungswünsche zu einem erstellten Prüfbericht haben, beachten Sie bitte, dass diese ausschließlich schriftlich an uns zu richten sind. Unseren Mitarbeitern ist untersagt telefonische Auskünfte zu derartigen Themen zu geben.

Für schnelle Statusabfragen nutzen Sie bitte unser Statusportal. Dieses erreichen Sie mit Ihrem individuellen Statuscode, den wir Ihnen auf unserem Anschreiben mitgeteilt haben.

Aus Gründen der Nachweispflicht ist es unseren Mitarbeitern untersagt Auskünfte zu Schadenfällen telefonisch zu erteilen. Daher bitten wir Sie von telefonischen Anfragen abzusehen.

Nutzen Sie für Anfragen jeglicher Art bitte unser Kontaktformular, unseren LiveChat oder senden Sie eine E-Mail direkt an info@e-via.eu Zum Thema Datenschutz können Sie sich jederzeit an datenschutz@e-via.eu wenden.

13. Was ist der Zeitwert und wie berechnet sich dieser?

Mit der Ermittlung des Zeitwertes wird der tatsächliche Wert einer Sache zum Schadenzeitpunkt festgestellt. Jedes käuflich zu erwerbende Gut, egal ob technisches Gerät, Baumaschine, Einrichtungen von Kirchen, ja sogar Gebäude, hat eine festgelegte wirtschaftliche Nutzungsdauer. Diese festgelegte wirtschaftliche Nutzungsdauer beschreibt, je nach Gegenstand und Art der Nutzung, gleich mehrere Faktoren. Zum einem wird der technische Wertverfall berücksichtigt, dem insbesondere technische Geräte durch ständige Weiterentwicklung unterliegen. Zum anderen wird die natürliche Abnutzung von Gegenständen bei normalem Gebrauch, je nach Art und Funktion des Gegenstandes, einbezogen, wie auch der rein finanzielle Aspekt, über welchen Zeitraum ein Gegenstand über die Steuer abgeschrieben werden kann.

Diese wirtschaftliche Nutzungsdauer wird von Einrichtungen wie dem Bundesfinanzministerium, dem Bundesverband deutscher Sachverständiger oder freien Wirtschaftseinrichtungen festgelegt und ist die Grundlage der Berechnung.

Wichtig ist hierbei, dass die wirtschaftliche Nutzungsdauer nicht mit der technischen Nutzungsdauer zu verwechseln ist. Natürlich können viele Geräte und Einrichtungen auch über diese wirtschaftliche Nutzungsdauer hinaus genutzt und betrieben werden. Für die Berechnung des Zeitwertes, insbesondere im Versicherungsfall, bei dem eine Regulierung nach Zeitwert stattfindet, ist dies jedoch irrelevant.

Der Zeitwert berechnet sich nach dem bundeseinheitlichen und anerkannten Verfahren, wie folgt:

aktueller Neuwert x Zeitwertfaktor x Gebrauchtwertfaktor

Der aktuelle Neuwert entspricht dem Neuwert eines Gegenstandes am Berechnungsstichtag und stellt einen realistischen Wert zur neuwertigen Widerbeschaffung dar, den wir in unseren Prüfberichten belegen. Sollte ein Gerät nicht mehr am Markt verfügbar sein, so wird natürlich ein aktuelles, technisch gleichwertiges Gerät, zum Vergleich herangezogen. In manchen Fällen sind Geräte noch als Restbestände in geringer Zahl am Markt verfügbar. Aufgrund der geringen Verfügbarkeit kann es dazu kommen, dass die Preise dieser Geräte, meist Einzelstücke, in die Höhe schnellen. Diese stellen jedoch keinen realistischen Marktwert dar und werden daher nicht verwenden. Auch hier ist die Verwendung eines Vergleichsgerätes, oder eines statistisch ermittelten Realpreises, zulässig.

Die Formel für die Berechnung des Zeitwertfaktors lautet:

(0,8-0,9 x L)

„L“ ist hierbei der Quotient aus der bisherigen Nutzungsdauer und der festgelegten wirtschaftlichen Nutzungsdauer (s.o). Der Faktor 0,8 ist die Steigerung der Wertverlustgeraden über den gesamten Zeitraum der wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Zum besseren Verständnis: Der Wertverlauf ist linear im festgelegten Nutzungsbereich. Dieser Wertverlauf liegt im mittleren Bereich zwischen 10% und 90% der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Daher verliert ein Gegenstand bereits ab Kauf 10% an Wert. Danach fällt der Wert linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer auf den Grundwert oder Rumpfwert von 10% des aktuellen Neupreises.

Der Gebrauchtwertfaktor ist der Einzige der genannten Werte, auf den unsere Sachverständigen Einfluss haben, bzw. der von unseren Sachverständigen direkt bestimmt wird. Der Gebrauchtwertfaktor berücksichtigt Beschädigungen die nicht Teil des Schadenfalles sind und bringt diese zum Abzug. Dies dient dem Zweck, Vorbeschädigungen an Geräten ausklammern zu können. Die Regulierungspflicht der Schadenverursacher beschränkt auf den tatsächlich entstandenen Schaden. Es ist nicht Sache der Schadenverursacher oder deren Vertreter, für Vorbeschädigungen, die nicht Teil des Schadenfalles sind, aufzukommen. Selbstverständlich wird hier zwischen tatsächlichen Beschädigungen und altersbedingten Gebrauchsspuren unterschieden.

Der nach diesem System ermittelte Zeitwert gibt den tatsächlichen Wert einer Sache wieder. Die Regulierung bei Schadenfällen der Privaten Haftpflichtversicherung erfolgt nach dem Zeitwert. Eine Erhöhung dieses Wertes aufgrund von Gebrauchtverkaufspreisen ist nicht möglich.

Zum generellen Verständnis des Zeitwertes, hier noch ein Auszug eines Wirtschaftsreferenten zum Thema Zeitwert: „Den Zeitwert kann man als eine Art Gegenbegriff zum Neuwert bezeichnen. Es ist der Wert, den ein versicherter Gegenstand zum Zeitpunkt des Schadens besitzt. Um den Zeitwert zu bestimmen wird vom aktuellen Neuwert des Gegenstandes ein Abzug aufgrund von Alter und Abnutzung vorgenommen. Im Gegensatz zur Hausratversicherung zahlt die Haftpflichtversicherung den tatsächlich entstandenen Schaden und damit den Zeitwert einer beschädigten Sache. „

14. Welche Unterlagen werden für die Prüfung benötigt?

Grundlegend für die Prüfung ist ein gültiger Eigentumsnachweis. Gültig ist ein Nachweis dann, wenn ein Gerät anhand der Unterlagen zweifelsfrei seinem Besitzer zugewiesen werden kann. Dies ist dann der Fall, wenn der Eigentümer des Gerätes als Käufer namentlich angegeben ist und wenn auf dem Beleg eine Gerätekennung wie die IMEI oder Seriennummer angegeben ist, die eine Zuordnung des Gerätes zum Beleg möglich macht.

Sollte auf Ihrem Beleg eine dieser Informationen fehlen ist es möglich, dass eine Reparatur nach der Prüfung nicht beauftragt wird und Sie das Gerät unrepariert zurückerhalten. In diesem Fall obliegt es der Versicherung zu entscheiden ob der eingereichte Beleg anerkannt wird. Senden Sie derartige Belege jedoch dennoch unbedingt ein!

Bitte beachten Sie, dass Belege und alle weiteren Unterlagen die Sie uns zur Verfügung stellen (außer dem Fragebogen) bei Eingang in unserem Haus digitalisiert und vernichtet werden. Senden Sie daher bitte ausschließlich Kopien und keine Originale. Ein Rückversand ist ausgeschlossen.

Sollten Sie bereits über einen Kostenvoranschlag für die Instandsetzung verfügen, so können Sie diesen gerne ebenfalls einreichen. Es ist jedoch nicht notwendig, im Vorfeld einen gesonderten Kostenvoranschlag erstellen zu lassen.